Donnerstag, September 09, 2010
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Battlefield Bad Company 2

Als vor knapp sieben Jahren das erste Battlefield-Spiel für den PC erschienen ist, hat keiner so recht mit einem solch riesigen Erfolg gerechnet. Der Multiplayer-Shooter ballerte sich sofort in die Herzen der Spieler, klar, dass weitere Ableger so nicht lange auf sich warten ließen.

 Doch vor knapp anderthalb Jahren gab es einen großen Umbruch in der Reihe. Als Electronic Arts Battlefield: Bad Company 2008 auf den Markt brachte, stand plötzlich nicht mehr nur der exzellente Mehrspieler-Modus im Mittelpunkt, sondern der Titel überzeugte auch mit einer unterhaltsamen Solo-Kampagne, sowie der großen zerstörerischen Freiheit. Nun steht der direkte Nachfolger in den Händlerregalen zum Verkauf bereit und natürlich gilt auch bei Battlefield: Bad Company 2: Alles ist größer, besser und schöner! Ob die schwedischen Entwickler von DICE zu viel versprochen haben, verraten wir euch in unserem Artikel.

Mit so einem Einstieg haben wir nun wirklich nicht gerechnet. Battlefield: Bad Company 2 spielt wie schon sein Vorgänger in der nahen Zukunft, doch die erste Mission verschlägt euch zunächst zurück in die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Ihr schlüpft in die Rolle des US-Amerikaners Wyatt, der zusammen mit seiner Company eine japanische Insel infiltrieren und einen übergelaufenen Wissenschaftler retten soll. Dieser ist bei seiner Rettung völlig panisch und erzählt dauernd etwas von einer mächtigen Waffe, die sich im Besitz der Japaner befinden und eine unvorstellbare Kraft besitzen soll. Unser Trupp ignoriert diese Warnung erst einmal getrost und macht sich auf den Rückweg. So schießt ihr euch durch einen U-Boot-Hangar, kapert eines der Unterwasserschiffe und schippert raus in die Freiheit - oder auch nicht! Denn auf einmal ertönt ein ohrenbetäubendes Geräusch, das ein wenig an das mysteriöse Geräusch der „Monster“ aus der TV-Serie LOST erinnert. Plötzlich erhebt sich eine riesige Welle, die alles verschlingt was sich in ihrem Weg befindet - euch inklusive.

Schnitt. Die Szenerie schwenkt um auf die nahe Zukunft, ihr schlüpft in die Haut von Preston Marlow, einem der vier Mitglieder der Bad Company. Diese macht ihrem Namen alle Ehre, handelt es sich doch hier um einen kleinen Trupp bestehend aus ehemaligen Kriminellen, die sich durch das Absolvieren gefährlicher Militäreinsätze im Vorgänger ihre Freiheit verdienen mussten. Im Nachfolger steht ihr nun nicht mehr unter der Fuchtel des Militärs, sondern untersteht dem CIA und werdet nicht mehr nur als Kanonenfutter, sondern als vollwertige Soldaten angesehen. Im eisigen Alaska stoßen die vier Haudegen plötzlich auf einen Trupp russischer Soldaten, die natürlich nichts Gutes im Sinn haben. Euch bleibt also nichts Anderes übrig, als sich den Weg einmal mehr freizuschießen. Während eurer Flucht stoßt ihr auf ein seltsames Gerät, dessen Sinn euch zu Beginn noch völlig unklar ist. Nachdem ihr allerdings euren Vorgesetzten davon berichtet, werdet ihr in Kenntnis davon gesetzt, dass es sich hierbei um eine mächtige Waffe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Da man so eine Waffe natürlich nicht in den falschen Händen lassen darf, liegt es nun an der Bad Company, das Gerät in amerikanischen Besitz zu bringen. So beginnt also eine Jagd quer über den gesamten Globus, egal ob durch Wüsten, tiefe Dschungel oder durch die eisigen Steppen Alaskas, so ziemlich jeder Klimazone wird ein Besuch abgestattet. Für optische Abwechslung ist also durchaus gesorgt.

Die ersten beiden Einführungsmissionen lassen auf eine spektakuläre Einzelspieler-Kampagne hoffen, die womöglich sogar an ein Modern Warfare 2 heranreicht. Und siehe da, DICE schafft es wirklich, die komplette Spielzeit von etwa sieben bis acht Stunden mit Modern Warfare 2 auf einer Stufe zu stehen. Naja, zumindest fast. An die bombastische und dramatische Inszenierung von Infinity Wards Edel-Shooter kommen die Schweden zwar doch nicht ganz heran, verstecken braucht sich Battlefield: Bad Company 2 aber sicherlich nicht. Die Missionen glänzen nicht nur mit spektakulärer Action, einer durchgehenden und unterhaltsamen Story sowie einer tollen Technik, sondern sind vor allem auch extrem abwechslungsreich. So wechseln sich zum Beispiel die intensiven Baller-Abschnitte mit Adrenalin geladenen Fahrzeug-Sequenzen ab. Ihr nehmt dabei aber nicht immer nur hinterm Steuer platz, sondern müsst eure Gegnern auch oftmals mit dem stationären Geschütz beharken. In einer Mission werdet ihr nur mit einer Pistole bewaffnet aus einem Hubschrauber geschmissen und müsst euch erst neue Waffen besorgen, um daraufhin in einer spannenden Scharschützenmission eure Gegner auszuschalten. In einer anderen Mission müsst ihr dagegen in eisiger Kälte von einer Feuerquelle zur nächsten eilen, da ihr sonst nach kurzer Zeit erfrieren würdet.

Quelle: Gaming Media