
Wie ist das neue Medal of Honor ?
Der Titel "Medal of Honor: Allied Assault" war einst ein vielgelobter Weltkriegs-Shooter der das Genre der Kriegsshooter prägte wie kaum ein anderes, die den Glanz aber mit der Zeit verloren haben. Danach folgten Shooter-Serien wie: "Call of Duty“ oder "Battlefield“ die zur wachsenden Konkurrenz wurden.
Nach einigen guten aber auch schlechten Teilen der "Medal of Honor"-Serie, verlor die Community immer mehr das Interesse an der Reihe, und versank in der Bedeutungslosigkeit. Electronic Arts hatte im Vorfeld oftmals groß angekündigt, das "Medal of Honor" der Konkurrent für Call of Duty werden soll. Mit neuem Kriegsschauplatz soll das neue "Medal of Honor" an vergangene Zeiten und Stärken anknüpfen, und der Konkurrenz das Fürchten lehren. Ob "Medal of Honor" nun ein Kracher ist oder eher ein durchschnittlicher Standard-Shooter, verrät euch der Test von Daddel Depot!
Lange Zeit war es still um "Medal of Honor" nach dem eher mittelmäßigen Airborne. Man hatte den Eindruck, als habe Electronic Arts den Kampf um den Shooter-Thron mit dem Erfolg von Activision‘s "Call of Duty: Modern Warfare" nun ganz aufgegeben. Der nun erschienene neue Afghanistan-Shooter "Medal of Honor" soll die Karten neu mischen, und die Konkurrenz aufmischen. Wie bei der Konkurrenz spielt sich "Medal of Honor" handlungstechnisch in der Gegenwart ab, um dem Shooter damit neuen Schwung zu verleihen. Als Entwickler berief man das interne Electronic Arts-Team, das auch die früheren Teile programmierte und gab ihm mit "Danger Close" einen neuen Namen. Unterstützt wird das Team zusätzlich von dem schwedischen Entwickler-Team DICE. DICE bekannt durch die Battlefield-Serie ist für den Multiplayer-Modus verantwortlich, und steuern zusätzlich auch ihre Frostbite-Engine bei. Das sich in "Medal of Honor" alles um den Afghanistan-Krieg, den Kampf gegen Taliban und Al-Qaida, aber auch gegen mit ihnen verbündete Tschetschenen und Usbeken dreht, sollte sogar der mitbekommen haben, der am Ende der Welt zu Hause ist.

Medal of Honor entstand in enger Zusammenarbeit mit ehemaligen "Tier 1"-Kämpfern - das sind Elitetruppen des US-Militärs. Ihr Arbeitsalltag soll im Spiel möglichst realitätsnah wiedergegeben werden. In einer Bergregion Afghanistans macht ihr Jagd auf böse Al-Qaida-Kämpfer. Ein Einsatz, bei dem einiges schief läuft. Im Verlauf der Handlung wechselt ihr immer wieder die Perspektive, steuert also auch Helikopter-Piloten oder verschiedene Tier-1-Kämpfer. Medal of Honor bemüht sich redlich, den Krieg in Afghanistan so realistisch wie möglich abzubilden. Das funktioniert nicht immer, aber in manchen Szenen bekommt man doch ein Gefühl dafür, was es heißt, in diesem Land zu kämpfen. Immer wieder gibt der Shooter den Blick frei auf endlos erscheinende Hügelketten und Berghänge, in denen sich überall feindliche Kämpfer verstecken könnten. Nach und nach dämmert es euch, dass selbst eine so hochgerüstete, technologisch überlegene Armee wie die amerikanische keine Chance hat, in dieser Region die Überhand zu gewinnen. Und ab diesem Zeitpunkt werden euch auch die Aktionen verständlich, die Medal of Honor präsentiert. Das Bombardieren ganzer Dörfer, das Erschießen Wehrloser, die Einäscherung ganzer Landstriche - alles Taten der Verzweiflung.

Wie in einem Hollywood-Film wird die Ankunft in Chinook-Hubschraubern von den Entwicklern in Szene gesetzt, in dem ihr in der "Ich"-Perspektive und äußerst Dramatischer Musik-Untermalung durch die Ausstiegsluke in den Wüstensand abgesetzt werdet. Die wackelnde Kamera die dabei mitläuft, sorgt dabei für viel Authentizität und Realismus. Bevor man aber in Gedanken fällt, bricht auch schon die Hölle los und massenhaft Kugeln von Maschinengewehren fliegen euch um die Ohren, wobei ein Chinook der gerade dabei ist vom Ort des Geschehens abzufliegen, von einer Panzerfaust getroffen wird.