
Playstation 4: Gerüchte zur Technik - Update: Optisches Laufwerk auch bei der PS4
Die Playstation 3 ist noch nicht sonderlich lange auf dem Markt und schon mehren sich Gerüchte um den Nachfolger Playstation 4. Nun machen erste Gerüchte um die verbaute Technik in der PS4 die Runde.
Original-Artikel: 30.01.2009
PC Games Hardware wagt den Blick über den Tellerrand: Auf der japanischen Seite pc.watch.impress.co.jp sind erste Informationen zur Playstation 4 aufgetaucht. Laut diesem Artikel plant Sony Computer Entertainment bei der Playstation 4 keine Revolution, sondern eher eine Evolution. Kostensenkung soll das Hauptanliegen sein, um die Konsole günstiger am Markt anbieten zu können.
Die Playstation 4 soll weiterhin auf denn Cell-Prozessor setzen, der aber in seiner Größe geschrumpft werden werden soll. Die Perfomance der Playstation 4 soll der Playstation 3 entsprechen. Aktuell rechnet die PS3 mit sieben Kernen. Der Cell-Prozessor selbst hat acht Kerne, von denen jedoch einer zugunsten der Yield-Rate abgeschaltet ist. Aus den Informationen geht hervor, dass eine Erhöhung der Kerne geplant sein könnte. Da der Cell mit den Kernen skaliert, wären bis zu 32 Recheneinheiten denkbar. Es ist jedoch sehr vage, wie es im die Erhöhung der Kerne steht. Zudem soll ein Die-Shrink auf 45 nm forciert werden, was die Chipfläche kleiner machen würde und die Produktionskosten senkt.
Zudem soll der teure XDR-Speicher der Playstation 3 durch Speicher im JEDEC-Standard ersetzt werden. Hier wird auch von DDR4 gesprochen, was aber wenig glaubhaft erscheint, denn damit wäre die Kostensenkung kaum zu realisieren. Vermutlich wird DDR3-DRAM verbaut werden.
Als Release-Jahr wird 2011 angegeben, was bedeutet, dass man in zwei Jahren mit einer neuen Konsolengeneration rechnen muss. Microsoft wird sicher ebenfalls etwas im Köcher haben wollen, wenn Sony eine neu aufgelegte PS4 vorstellt.
Weiter geht aus dem japanischen Artikel hervor, dass die Cell-CPU nicht unbedingt sehr gut für Spielekonsolen geeignet ist. Zwar bietet Cell sehr viel rohe Rechenleistung, doch die effektive Nutzung ist schwierig. Warum SEC weiter auf den Cell setzt, könnte mit den Investitionskosten zu tun haben. Man geht davon aus, dass das Investment in den Prozessor nur über mehrere Konsolengenerationen getragen werden kann. Einen großen Vorteil hat der Cell, wie bereits erwähnt: Die gute Skalierung mit der Erhöhung der Kerne, was den Entwicklungsaufwand in der Zukunft mindert.
Als weiteres Argument für den Cell wird das Software-Development-Kit angegeben, dass die Entwickler für die Portierung der Spiele auf die Konsole verwenden. Mit der Playstation 3 wurde dies von Sony komplett neu entwickelt, da die Architektur zu Playstation 2 völlig unterschiedlich ist. Dieses Development-Kit scheint wohl auch bei Sony noch steten Verbesserungen zu unterliegen, um die Hardware der Playstation 3 optimal auszunutzen. Sollte man bei der Playstation 4 alles über Bord werfen, müsste man wieder bei null beginnen.
Update 13.07.2009:
Auf play-mag.co.uk sind weitere Spekulationen zu Sonys Playstation 4 aufgetaucht. Auch hier spricht man hauptsächlich von der Kostensenkung der neuen Konsole und die Veränderung der Zielgruppen-Fokussierung, welche Sony dringend erweitern müsse.
Auch hier geht man von der weiteren Verwendung des Cell-Prozessors aus. Die Grafik-Hardware soll wieder von Nvidia kommen, eventuell von einem Konkurrenten, um die Kosten niedrig zu halten. Zumal wird angenommen, dass die PS4 nativ 3D-Darstellung unterstützen wird, sowohl in Videos als auch in Spielen.
Die größten Unterschiede zur jetzigen Playstation 3 soll vorallem die Wahl des primären Eingabegerätes sein. Man vermutet, das Sony höchstwahrscheinlich den bekannten Dual-Shock-Controller gegen Bewegungs- und Geräuschsensible Eingabegeräte austauschen wird.
Auch die Software soll eine massive Überarbeitung erfahren: Stimmenerkennung und -steuerung für Spiele und Community-Features sollen Einzug halten und das Vergleichen und Teilen von Erfolgen und Kreationen weiter zu erleichtern und im Vergleich zum Vorgänger auszuweiten.
Update: 27.11.2009
In den letzten Tagen sind erneut Berichte erschienen, die über die CPU und den Grafikchip in der kommenden Playstation 4 spekulieren, weshalb wir ein Update dieses Artikels machen.
CPU in der Playstation 4
Die PS4 soll den Berichten zufolge über eine IBM Power-7-CPU verfügen. Die Power-7-Architektur würden 2010 fertiggestellt und wäre für den Server-Markt bestimmt. Eine kostengünstigere und an die Vorgaben von Sony angepasste CPU-Variante dieser Architektur würde dann in der Playstation 4 verbaut werden. Weitere Features sollen sechs bis acht CPU-Kerne, einen geteilten Level-3-Cache mit 24 bis 32 MByte, Quad-Threading pro Kern und 200 GFLOPS Rechenleistung bei doppelter Präzision umfassen, wie sie in den Gleitkommaeinheiten moderner CPUs genutzt werden. Der Cell-Chip in der PS3 käme nach der Rechnung von FGNONline nur auf 15 GFLOPS bei doppelter Genauigkeit, sodass die PS4 mehr als 10 Mal so leistungsstark wäre wie eine PS3.
Grafik in der PS4
Die gleiche Webseite berichtet auch über den Grafikchip, der bei der PS4 zum Einsatz kommen soll. Demzufolge hat Sony die Konsolen-Exklusivrechte an einer High-End-Variante der sechsten Power-VR-Generation, Series 6, von Imgtec erworben, die angeblich aktuell entwickelt wird. Grafikkarten-Veteranen kennen die Entwickler der ressourcenschonenden Tile Based Deferred Rendering-Architektur womöglich noch. PowerVR PCX1 und PCX2 von Videologic dürfte manchen noch ein Begriff sein.
FGNOnline verspricht eine 3-5-fache Leistung gegenüber Konkurrenzprodukten von Ati und Nvidia bei gleichem Preis und Die-Größe. Die PS4 soll übrigens demnach 2012 erscheinen.
Update: 22.12.2009: PS4-Controller
Jiang Qian, ein Designer, hat seine Ideen eines PS4-Controllers mit dem Codenamen Cobra vorgestellt. Das Controller-Konzept für die Playstation 4 sieht anders aus als gewohnte Playstation-Sticks. Cobra hat ein 4-Wege-Pad links, vier Buttons auf der rechten Seiten zusammen mit zwei Analog-Sticks und einigen Funktionsknöpfen dazwischen. 2 Knöpfe jeweils vorne links und rechts komplettieren den Funktionsumfang. Eine Belüftung sorgt für trockene Finger auch in hitzigen Situationen.
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Update: 27.12.2009
Hiroshige Goto, Branchenkenner von PC Watch Impress, äußert sich in seiner aktuellen Kolumne zur möglichen Hardwarezukunft der Playstation. Unter anderem berichtet er darüber, dass Larrabee ein Kandidat für die PS4 gewesen sei. Probleme mit der 3D-Leistung und der schlechten Energieeffizienz hätten Larrabee aber aus dem Rennen katapultiert. Ähnlich erging es einem überarbeiteten SPU-Design von IBM und Toshiba. Der lokale Cache (256 KiByte) sollte eher als Hardware-Managment-Cache fungieren, sodass Entwickler direkten Zugriff auf einzelne Speicherblöcke erhalten - ähnlich wie bei einer normalen CPU. Sony soll nun angeblich nicht die überarbeitete Cell-basierte Lösung anstreben, sondern ein Mehrkern-CPU-System aus dem Desktopbereich.
Zum Timing meint Goto, dass die PS4 und andere Generation von Microsoft und Nintendo erst 2012 erscheinen. Der Grund: Designentscheidungen stünden erst jetzt an, normalerweise würden 24 Monate zwischen Design und Fertigung vergehen.
Update: 31.12.2009
Die Kollegen von Heise.de versuchen auf Basis des von uns verlinkten Artikels vom 27.12.2009, mögliche Intel-Architekturen für die PS4 ins Spiel zu bringen. Genannt wird zum einen Sandy Bridge. Sandy Bridge folgt auf Westmere mit einer neuen 32-nm-Architektur, nach bisherigen Roadmaps Ende 2010/Anfang 2011. Bereits im Juli 2009 wurde das Tape-Out von Sandy Bridge vermeldet. Im Gegensatz zum Westmere sind hier CPU und GPU auf einem Die vereint. Intel will eine neue Generation seiner Clear-Video-HD-Technik einsetzen, außerdem mehr Grafikleistung bieten, vermutlich auch schon DirectX-11-fähig. Ob Intel schon bei Sandy Bridge Larrabee-Grafikkerne einsetzen will, ist wenig realistisch. Intel selbst verspricht eine Beschleunigung bei der Verarbeitung von Videodaten. Auch bei Fließkomma-Berechnungen sollen Sandy-Bridge-CPUs schneller sein. Die wesentlichen Änderungen in der Architektur umfassen unter anderem die Advanced Vector Extensions (AVX), der SSE-Nachfolger. Gerüchteweise sollen Sandy Bridge-CPUs bis zu acht CPU-Kerne haben.
Ebenfalls realistisch erscheint Heise der für 2012 vorgesehenen Haswell-Prozessor in 22 nm Strukturbreite. Bei Haswell soll es sich um eine native Acht-Kern-CPU handeln, die über ein völlig neues Cache-Design verfügen soll. Darüber hinaus sollen in Haswell überarbeitete Stromsparfunktionen und eine Funktion mit dem Namen Fused-Multiply-Add integriert werden, die es ermöglichen soll, Additionen und Multiplikationen in einem Befehl auszuführen.
Update: 13.1.2010
Eine Aussage von Shuhei Yoshida, Senior Vice President Produktentwicklung bei Sony Computer Entertainment America, bei Videogameszone.de könnte man dahingehend deuten, dass auch die Playstation 4 noch auf optische Laufwerke setzt. "Spieleentwickler nutzen schon jetzt die gesamte Speicherkapazität einer Blu-ray-Disc. Wir ergänzen zwar das Angebot mit kleineren Titeln aus dem PlayStation Store, aber die großen Blockbuster-Games werden weiterhin auf Datenträgern erscheinen", ist sich Yoshida sicher.
Es scheint also so zu sein, dass größere PS4-Spiele auch künftig noch auf optischen Datenträgern wie Blu-ray oder mögliche Folgeformate ausgeliefert wird. Die Möglichkeit, Inhalte über digitale Downloads auszuliefern, bietet sich dem Bericht zufolge eher für Zusatzinhalte oder für portable Konsolen wie die PSP Go an.
Quelle: klick